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 Betreff des Beitrags: Transfer in die Spontansprache
BeitragVerfasst: Fr Mai 03, 2002 8:29 am 
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Registriert: Do Mai 02, 2002 12:01 am
Beiträge: 4
Wohnort: Deutschland, 47198 Duisburg
Hallo zusammen,

das Forum macht mir einen sehr, sehr netten Eindruck, so daß man sich auch traut, Anfänerfragen zu stellen. Ich arbeite seit Jan. als Sprachheilpädagogin, aber habe noch viele Fragen. Vielleicht wohnt ja auch jemand in DU, so daß man mal einen "runden Tisch" machen könnte.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
1. Frage: Kinder die Laute in der Übungssituation erlernen, bilden trotzdem die Laute in der Spontansprache falsch. Was kann ich da machen, damit dieses besser klappt.
2. Frage: Kinder, die den Unterschied zwischen K und T hören, schaffen es nicht, diesen Laut [K]als Ziellaut zu realisieren. Ich habe gehört, daß Fauchübungen klappen sollen. Aber das K kommt trotzdem nicht und die Ärzte verschreiben immer weniger Rezepte.

Könnt ihr mir helfen????

Eine verzweifelte Anfängerin
Lucy


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BeitragVerfasst: Sa Mai 04, 2002 1:54 pm 
Hallo Lucy,

ich wohne in Bonn.
Meine Erfahrungen und Ideen für Deine Fragen zu 1. Wenn die Kinder ihre Sprechleistung in Eigenhören nicht als abweichend von der Umgangssprache realisieren, mache es nach der Methode Richtig/Falsch. Soll heißen: Zeige und benenne Ihnen Bilder, die sie als richtige oder falsche Benennung identifizieren. Zweiter Schritt, wenn sie das Fremdhören als richtig oder falsch identifizieren können: Nimm Minimalpaare wie Tanne/Kanne und lass sie es beim Flaschendrehen korrekt benennen und lass sie das andere Minimalpaar herraussuchen.

2. K kannst gut in der Ganzkörperbewegung anbahnen. Stell Dich als Holzhacker hin, schwinge das Beil und sage K. Ansonsten zeige den Kindern wo die Zunge bei k liegt und die einfachste Möglichkeit drücke ihnen die Zunge mit einem Spatel oder sie nehmen ihren Finger, runter. Lass sie auch fühlen wo die Verschlusssprengung also die Bewegung während der Explosion (öffnung des Verschlusses) stattfindet. Du solltest es vorher bei Dir ausprobieren. Fauchen führt meistens zum ch2 und nicht zur k- Realisation.

Liebe Grüsse, Anja


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BeitragVerfasst: Sa Mai 04, 2002 4:00 pm 
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Registriert: Do Mai 02, 2002 12:01 am
Beiträge: 4
Wohnort: Deutschland, 47198 Duisburg
Hallo Anja,

vielen lieben Dank für die schnelle Antwort.
Bisher habe ich diese Übungen,außer der Fauchübung, auch gemacht, aber wahrscheinlich bin ich ungeduldig und nervös, denn da, wo ich arbeite verschreiben die Ärzte total wenig und schöpfen nicht alle Verordnungen aus.

Viele liebe Grüße in das schöne Bonn

Lucy

[Dieser Beitrag wurde von Lucy am 04.05.2002 editiert.]


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BeitragVerfasst: Sa Mai 11, 2002 11:54 am 
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Registriert: So Jan 13, 2002 1:01 am
Beiträge: 31
Wohnort: D-55543 Bad Kreuznach
Hallo Lucy!

Natürlich sind "Anfängerfragen" (wie du sie nennst) erlaubt. Schließlich haben wir doch alle schon vor solchen Problemen gestanden!
Die Ideen von Anja find ich prima, und ich habe auf diesem Weg auch schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Es gibt auch ein Buch von Ulrike Franke (Artikulationstherapie bei Vorschulkindern (oder so ähnlich)), da sind ganz nette Spiele zu Anbahnung und Festigung diverser Laute aufgezählt. Vielleicht findest du ja dort noch ein paar nette Ideen.
Liebe Grüße, Oliver.


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BeitragVerfasst: Sa Mai 25, 2002 8:20 pm 
Viele "nette", vor allem auch kompetente Ideen, erlangt man, bevor man auf Patienten losgelassen wird, indem man die praxisbezogenste Ausbildung, nämlich zur LogopädIn absolviert.

Dort erhält man u.a. drei Jahre lang die fachlich unabdingbare Supervision.

Danach stochert man auch nicht so hilflos im Therapienebel herum, wie jemand, der
jahrelang am Therapiethema vorbeistudiert hat.
Wenn solche grundlegenden Fragen wie oben nach einem Studium wirklich Probleme machen, wage ich gar nicht daran zu denken,
wie es mit der noch wichtigeren Frage des Therapeutenverhaltens bestellt ist, das ebenfalls mühsam ausschließlich unter
Supervision erfahrener LogopädInnen erworben werden kann.

Therapieren muß kontrolliert und praktisch erlernt werden, hier gibt es nur den Weg über die Supervision.

Da hilft keinesfalls ein netter Buchtipp !

Warum in unserem Lande so viele Amateure
- mit einem völlig untauglichen Studium ohne
Therapiekompetenz - an Patienten mit teilweise erheblichem Leidensdruck ohne Supervision herumprobieren dürfen, bleibt ein Geheimnis der Bildungsverantwortlichen.


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BeitragVerfasst: Mi Mai 29, 2002 10:37 pm 
An "Kids first" ...
wenn Du Dich schon nicht traust, Deinen richtigen Namen zu nennen, möchte ich Dir wenigstens von meinen Erfahrungen mit Klienten von sogenannten praxisnah ausgebildeten Logopäden berichten, die im übrigen liebend gerne ihre Ausbildung auf Hochschulniveau bringen wollen und desöfteren zu einem Lehrbuch greifen, welches von ungebildeten Akademikern verfasst wurde ...
Es kommen Eltern von Logopäden, die mir sagen, dass ihr Kind als nicht therapierfähig eingestuft wurde, weil es sich nicht benehmen könne ... 2 Semesterwochenstunden Sonderpädagogik scheinen wohl doch zu wenig zu sein, um wirklich kompetentes Verhalten an den Tag zu legen...
Es kommen Patienten von Logopäden die ihnen Vorwürfe machen, weil das Kind etwas nicht richtig kann, was es eigentlich schon können müsste - dass es dieses noch nicht kann, hängt aber mit dem Störungsbild zusammen ... Pädagogik und Elternberatung mangelhaft? - Lernt man sowas in der Supervision???
Es kommen erwachsene Patienten von Logopäden, die kaum bereit waren, die eigenen eng gesetzten Grenzen auszudehnen - Psychologie und Krisenverarbeitung - nicht Inhalt der logopädischen Ausbildung???
Nicht zuletzt die Chefärzte an den Kliniken, die wesentlich lieber ebenfalls "studierte" Sprachheilpädagogen beschäftigen und niedergelassene Kollegen, die manches Mal erstaunt sind über die professionell abgefassten Berichte gegenüber so mancher Logopäden.
KURZUM - Es gibt solche und solche - bei allen sprachtherapeutischen Berufsgruppen. Aber was man nicht tun sollte sind derlei
unqualifizierte und unsachliche Ansichten unters Volk zu bringen - zumal ich ziemlich
sicher bin, dass sich der unbekannte
Schreiber (wohl eher weiblichen Geschlechts
meiner Erfahrung nach ...) kaum wirklich
bemüht hat, den sprachheilpädagogischen
Studiengang in seiner Gänze zu erfassen.
Ich habe beide Qualifikationen erworben und kann nur sagen, hört endlich auf mit diesem fruchtlosen Hin - und Hergehacke - es ist einfach nur kindisch. Erfahrene Fachkräfte und "geborene Therapeuten" findet man bei allen dieser Berufsgruppen - es gibt wesentlich mehr als nur die Logopäden - zählt doch mal nach.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Mai 29, 2002 10:39 pm 
An "Kids first" ...
wenn Du Dich schon nicht traust, Deinen richtigen Namen zu nennen, möchte ich Dir wenigstens von meinen Erfahrungen mit Klienten von sogenannten praxisnah ausgebildeten Logopäden berichten, die im übrigen liebend gerne ihre Ausbildung auf Hochschulniveau bringen wollen und desöfteren zu einem Lehrbuch greifen, welches von ungebildeten Akademikern verfasst wurde ...
Es kommen Eltern von Logopäden, die mir sagen, dass ihr Kind als nicht therapierfähig eingestuft wurde, weil es sich nicht benehmen könne ... 2 Semesterwochenstunden Sonderpädagogik scheinen wohl doch zu wenig zu sein, um wirklich kompetentes Verhalten an den Tag zu legen...
Es kommen Patienten von Logopäden die ihnen Vorwürfe machen, weil das Kind etwas nicht richtig kann, was es eigentlich schon können müsste - dass es dieses noch nicht kann, hängt aber mit dem Störungsbild zusammen ... Pädagogik und Elternberatung mangelhaft? - Lernt man sowas in der Supervision???
Es kommen erwachsene Patienten von Logopäden, die kaum bereit waren, die eigenen eng gesetzten Grenzen auszudehnen - Psychologie und Krisenverarbeitung - nicht Inhalt der logopädischen Ausbildung???
Nicht zuletzt die Chefärzte an den Kliniken, die wesentlich lieber ebenfalls "studierte" Sprachheilpädagogen beschäftigen und niedergelassene Kollegen, die manches Mal erstaunt sind über die professionell abgefassten Berichte gegenüber so mancher Logopäden.
KURZUM - Es gibt solche und solche - bei allen sprachtherapeutischen Berufsgruppen. Aber was man nicht tun sollte sind derlei
unqualifizierte und unsachliche Ansichten unters Volk zu bringen - zumal ich ziemlich
sicher bin, dass sich der unbekannte
Schreiber (wohl eher weiblichen Geschlechts
meiner Erfahrung nach ...) kaum wirklich
bemüht hat, den sprachheilpädagogischen
Studiengang in seiner Gänze zu erfassen.
Ich habe beide Qualifikationen erworben und kann nur sagen, hört endlich auf mit diesem fruchtlosen Hin - und Hergehacke - es ist einfach nur kindisch. Erfahrene Fachkräfte und "geborene Therapeuten" findet man bei allen dieser Berufsgruppen - es gibt wesentlich mehr als nur die Logopäden - zählt doch mal nach.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Mai 30, 2002 7:43 pm 
Wenn du beide Qualifikationen erworben hast,
wieso erzählst du uns hier nur etwas von den bösen, bösen LogopädInnen, und nichts von den mangels praktischer Supervision völlig therapieunerfahrenen Sprachheilpädagogen und deren Alltags-
Flopps?????
Und durch deinen bloßen Vornamen bist du nicht weniger anonym als andere nicknames!

Selten so einen dummen Beitrag gelesen!


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BeitragVerfasst: So Jun 02, 2002 7:27 pm 
Gar nicht mal so dumm, Ann-Kathrin,
schließlich müssen selbst Sprachheilpädagogen Praktika absolvieren und werden dort selbstverständlich auch praxisnahe Unterstützung erhalten. Und die meisten Kollegen machen während ihres Studiums sehr viele Praktika ... auch eine Form von Supervision.


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BeitragVerfasst: So Jun 02, 2002 7:48 pm 
Weil es diese therapieunerfahrenen Sprachheilpädagogen genauso oft oder so wenig gibt, wie therapieunerfahrene Logopäden - mach Dir endlich klar, dass selbt Sprachheilpädagogen während ihres Studiums Praxisanteile nachweisen müssen - und nicht alle wie kleine Dummerchen ins Berufsleben einsteigen.


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BeitragVerfasst: Di Jun 04, 2002 8:46 pm 
Ich weiß es nach 20 Jahren Therapie besser,
Ursula.
Sprachheilpädagen bringen es nicht.

Wenn ich nur höre: Wir "üben" jetzt mit der Lauttreppe, und sonst nichts."

oder, oder oder oder.....

Dann kommt mir nur noch das Erbrechensgefühl aus der Grundschulzeit.

Therapie muß man knochenhart durch Supervision täglich erfahren, keinesfalls im Hörsaal ERSCHLAFEN !

That´s it !


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Jun 05, 2002 8:55 pm 
Wo hast Du denn Deine 20 Jahre Therapieerfahrungen mit Sprachheilpädagogen gemacht? - vielleicht als Klientin? -Scher nicht alle über einen Kamm, ich glaube, Du solltest Dich lieber bemühen, Deine Infos zu erneuern.- oder Deinen Job wechseln ... aus dem Alter sind wir nämlich schon raus ...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Jun 05, 2002 9:37 pm 
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Registriert: Fr Sep 28, 2001 12:01 am
Beiträge: 16
Wohnort: D - 44627 Herne
Hallo!
Also, wenn Ihr Euch hier gegenseitig beleidigen wollt, dann ist das ja Eure Sache... aber das hättet Ihr vielleicht lieber in einem anderen Beitrag gemacht!? Denn Lucy hatte doch am Anfang Zweifel genug, ob sie als 'Anfängerin' Fragen stellen kann. Nachdem, was aus ihrer Frage geworden ist, fühlt sie sich jetzt bestimmt nicht mehr wohl...
Und ich denke, das ist nicht der Sinn dieses Forums, oder? Vielleicht solltet ihr sie lieber unterstützen!?! Denn ich bin mir sicher, egal welche Ausbildung ihr gemacht habt, IHR wart am Anfang auch nicht perfekt!

Denkt vielleicht mal drüber nach!
Schönen Abend noch,
Nicki


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