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 Betreff des Beitrags: Stundenkonto
BeitragVerfasst: So Mär 23, 2003 9:31 pm 
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Registriert: Do Mai 02, 2002 12:01 am
Beiträge: 4
Wohnort: Deutschland, 47198 Duisburg
Hallo@all,

meine Frage hier direkt: ist es rechtens, wenn der Chef ein Behandlungskonto einführt,daß festhält,wenn man eine entschuldgite Stunde hat und diese nicht füllen kann, ergo ein Konto zum Registrieren von Minusstunden für Behandlungseinheiten. Und ist es rechtens, wenn er Zeitkonto ebenso einrichtet (bei 40h Woche).Bsp. Man hat 25 Tage Urlaub und die Praxis macht aber 6 Wochen zu. Daraus ergibt sich ein zusätzliches Minus von 40 Stunden?!

Ich bedanke mich jetzt schon sehr herzlich für Zuschriften!!

Lucy


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Mär 24, 2003 10:33 am 
Hallo Lucy, es kommt letztendlich alles auf den Arbeitsvertrag an, den Du unterschrieben hast. Bestimmte Dinge sollten schon vorab geregelt werden, - aber die Sache mit dem Urlaub ist irgendwie schräg. Habt ihr vor Abschluß des Vertrages drüber nicht geredet? - Die Sache mit dem Stundenkonto sehe ich schon rechtens, - es kann ja nicht sein, dass Dir Dein Arbeitgeber Stunden bezahlt, die Du nicht geleistet hast. Eine Alternative für nicht gefüllte Freistunden, wäre z.B. Berichte schreiben in dieser Zeit, oder generell mehr Wochenstunden machen als vereinbart - dann bleibt immer ein Ausgleich.
Also wenn kein Festgehalt vereinbart wurde, sondern Du pro TE bezahlt wirst, ist dies zumindest in Ordnung. Die Sache mit dem Urlaub - die klingt etwas merkwürdig. Liebe Grüße, Katja


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Apr 14, 2003 3:29 pm 
Grundsätzlich ist es so, dass ein Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung in der vereinbarten Arbeitszeit zur Verfügung stellen muss - das ist aber auch schon alles, was er tun muss. Der Arbeitgeber kann ihm dann sagen "Tu jetzt dies und nachher jenes!" Wenn der Arbeitgeber dann mal nicht genügend Arbeit zu vergeben hat, ist das allein sein Problem (unternehmerisches Risiko). Soweit zum Prinzip des Unterschieds zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Alle Abweichungen davon sind eigentlich Ausnahmen. So zum Beispiel die Vereinbarung eines Fixums plus Umsatzbeteiligung, das wird in anderen Branchen ja auch gemacht. Das würde ich persönlich aber nur dann für ok halten, wenn der Arbeitgeber dabei nicht einfach sein unternehmerische Risiko zum größten Teil auf die Arbeuitnehmer abwälzt. Das tut er meiner Ansicht nach zum Beispiel dann, wenn er "diktatorisch" in die Terminvereinbarungen eingreift oder wenn er sich weigert, von unentschuldigt Fehlenden zu kassieren (Gerade heute fehlen wieder viele, weil sie einfach in die Osterferien gefahren sind. Gut, die haben das eben vergessen, jeder vergisst mal etwas - aber dann müssen eben die für ihr Vergessen bezahlen und nicht der Therapeut!). Wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer für unverschuldete Ausfälle "bluten" lassen will, muss er zumindest ALLES tun, diese Ausfälle zu begrenzen und muss auch dem Therapeuten jede ´sinnvolle Möglichkeit geben, sie zu begrenzen. (Nur mal so als Denkanstoss: Man verlangt ja auch nicht von einem Schuhverkäufer, abends eine unbezahlte Überstunde zu machen, weil morgens zwischen 08:30 und 09:30 wider Erwarten kein Käufer in den Laden gekommen ist.) Im Grunde sind alle solchen Probleme allein Sache des Unternehmers, und nur in Ausnahmefall sollte es anders ein. Man könnte sogar den Standpunkt vertreten, der Therapeut habe feste Arbeitszeiten und könne einfach in seinem Zimmer auf Patienten warten, die der Praxisinhaber einbestellt hat.

Und: Der Arbeitsvertrag muss widerspruchsfrei sein! Es geht nicht an, gleichzeitig eine bestimmte Anzahl von Arbeitsstunden UND eine bestimmte Anzahl geleisteter Therapien vorzuschreiben - das ist ein Widerspruch in sich, den eigentlich jeder Drittklässler erkennen kann. Dennoch gibt es offensichtlich solche Verträge. :-(

Was den Urlaub angeht: Das ist dann ok, wenn die tatsächliche abzuleistende Wochenarbeitszeit entsprechend höher vereinbart worden ist - andernfalls liegt wieder ein Widerspruch in sich vor. Abweichungen sind nur bei wichtiger betrieblicher, NICHT vorhersehbarer Notwendigkeit möglich. Wenn der Arbeitgeber schon vorher weiß, dass es im Sommer Schulferien gibt, dass dann viele Patienten nicht kommen und dass man deshalb dann besser die Praxis schließt, dann muss er das vorher im Arbeitsvertrag vereinbaren.


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