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 Betreff des Beitrags: Was habe ich?
BeitragVerfasst: Mi Okt 13, 2004 3:22 pm 
Hallo!

Ich bin männlich, 22 Jahre und habe folgendes Problem mit meiner Stimme:
Ich kann eigentlich ganz normal reden, habe keine Sprechfehler u stottere auch nicht oder sonst etwas.
Aber ich habe keine besonders laute Stimme, es klingt ein bischen als wäre sie immer etwas belegt. selten, aber doch, versagt sie und wenn ich lange nichts spreche ist es wie bei heiserkeit.
Und ich kann nicht lauter sprechen und schon gar nicht schreien.
Es geht einfach nicht. es kommt nur ein krächzen raus.
Das ist wirklich sehr schlimm, denn sobald die Umgebung etwas lauter ist kann ich einfach nur noch stumm sein.

oh und das war schon immer so, nur dachte ich früher das wird schon weggehen,...tja...

was kann das sein?was kann ich dagegen machen?


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BeitragVerfasst: Fr Okt 15, 2004 2:07 pm 
Lass dich doch erstmal gründlich bei einem guten HNO-Arzt untersuchen, deine Stimmbänder und so. Ich denke das hat ja wohl auf jeden Fall organische Ursachen die durch eine Therapie bei einem Stimmlehrer oder operativ beseitigt werden können. Hast du das noch nie untersuchen lassen?


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BeitragVerfasst: Fr Okt 15, 2004 2:09 pm 
Ruf doch einfach mal bei einer Sprachtherapiepraxis oder bei einem Logopäden in deiner Nähe an und hole Informationen ein. Dort kann man dir dann Adressen von guten Hno-Ärzten nennen.


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BeitragVerfasst: Mo Okt 25, 2004 3:44 pm 
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Registriert: Fr Okt 15, 2004 12:01 am
Beiträge: 14
Hallo, deine Beschreibung des Problems läßt auf eine Stimmstörung schließen, die auf fehlendem Stimmschluß beruht. D.h., deine Stimmbänder haben nicht die muskuläre Spannung, um "normal" zu funktionieren und eine klare Stimme in verschiedenen Lautstärken und Tonhöhen zu produzieren. Das Problem ist allerdings oft ein ganzköperliches, denn die Muskelfehlspannung zeigt sich meist auch in der Körperhaltung. Die ganze Sache ist mit Sicherheit ein Fall für eine Diagnostik beim HNO-Arzt oder Phoniater, von dem du eine Verordnung für Stimmtherapie bekommst. Sehr empfehlenswert gerade für Stimmtherapie ist eine Praxis eines Atem-Sprech-&Stimmlehrers, diese Therapeuten sind extrem gut in der Behandlung von Stimmstörungen. Gute Besserung, viel Erfolg!


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BeitragVerfasst: Mi Okt 27, 2004 10:01 am 
danke für die antworten!

wieso eigentlich hno arzt? wusste gar nicht, dass der auch stimmbänder analysieren kann..
was ist der unterschied zw. hno arzt, logopäden, phoniater, Atem-Sprech-&Stimmlehrers?
wird das alles von der kasse bezahlt, ist das als krankheit anerkannt, oder muss man eine ev. therapie privat bezahlen.
was kann so etwas kosten?


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BeitragVerfasst: Do Okt 28, 2004 3:51 pm 
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Registriert: Fr Okt 15, 2004 12:01 am
Beiträge: 14
Hallo, HNO - Heilkunde beinhaltet den Hals, und der die Stimmbänder Bild). Der HNO hat die Möglichkeit, sich einen Eindruck von deinem Stimmbandschluß zu machen, indem er entweder mit einer Art Lupe und einer Lampe in deinen Hals schaut, während du "hiii" sagen musst. Oder er untersucht mit einem Stroboskop, das ist die technisch aufwendigere Untersuchung. Die Ärzte sind da unterschiedlich ausgestattet. Die Kosten für die Untersuchung ist selbstverständlich Kassenleistung, die musst du nicht aus eigener Tasche zahlen! Wenn jetzt der Arzt zu einer Diagnose kommt, die eine Stimmtherapie zur Folge haben muss, wird diese natürlich auch bezahlt. Lediglich eine Zuzahlung pro Rezept (=10 Behandlungen) muss der Patient selber zahlen, sofern nicht befreit. Phoniater würden die Untersuchung genauso durchführen, ich denke aber dass man dafür eine Überweisung braucht, da Facharzt. Diese Bürokratie im Gesundheitswesen... Atem-Sprech-und Stimmlehrer sind Therapeuten, die logopädisch arbeiten, aber aufgrund ihrer Ausbildung oftmals erfolgreicher im Bereich Stimmtherapie haben. Ich hoffe, alle Klarheiten sind beseitigt?? Gruß


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BeitragVerfasst: So Nov 07, 2004 6:57 pm 
Also ob Atem-Sprech- und Stimmlehrer mehr Erfolge im Bereich Stimmtherapie erzielen wage ich doch sehr zu bezweifeln!!!

Logopäden arbeiten unter anderem im Bereich Stimmtherapie. Atem-Sprech und Stimmlehrer haben jedoch nicht die Berechtigung ein so bereites Spektrum an Störungsbildern zu behandeln wie Logopäden.

Also, wenn du deine Stimmstörung behandeln lassen möchtest, kannst du dich ebenfalls von einer Logopädin / von einem Logopäden behandeln lassen.

A propos, bei Ferndiagnosen wäre ich doch sehr vorsichtig.
Geh am besten, wie schon in den vorherigen Beiträgen erwähnt, zu einem Phoniater oder HNO-Arzt und lasse dich untersuchen. Ich würde dir jedoch raten, eher zu einem Phoniater zu gehen, da diese oft noch genauere Diagnosen erstellen können.


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BeitragVerfasst: Mo Nov 08, 2004 8:52 pm 
Da isser wieder - der alte Knatsch der Logopäden - Mann - ihr seid nicht alleine auf der Welt und habt bestimmt nicht die Weisheit mit Lögffeln gefuttert - ASSL sind mit Sicherheit sehr gute Stimmtherapeuten, - schau Dir doch mal die Ausbildung an.


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BeitragVerfasst: So Dez 12, 2004 9:21 pm 
Hallo - tja, gut zu wissen, dass ich nicht alleine bin mit diesem probelm. auch ich war beim hno arzt - hab ihm aber ehrlich gesagt nicht geglaubt, dass meine stimmbänder nicht schliessen. heute war ich an einem musical-casting. schauspiel und tanz lief sehr gut, aber beim singen meinte er leider "ich habe luft auf der stimme und dass liege daran, dass meine stimmbänder nicht richtig schliessen" tja, muss mich wohl doch mit dem gedanken anfreunden...


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BeitragVerfasst: Mi Dez 15, 2004 3:14 pm 
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Registriert: Fr Okt 15, 2004 12:01 am
Beiträge: 14
Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich Stellung beziehe zum Beitrag des Gasts vom 07.11. Die vorgenannten Beiträge, die u.a. die Konsultation beim Phoniater empfehlen, sind von mir (einer Atem-Sprech-und Stimmlehrerin) verfasst, soviel dazu. Faktisch absolut falsch und sehr irreführend ist die Aussage, ASSL dürften nicht in demselben Umfang therapieren wie Logopäden, so ein unqualifiziertes Statement... Zudem finden sich unter den so genannten Vocal Coachs an Schauspiel- und Musicalausbildungsstätten deutlich mehr ASSL als andere. An deren Minderqualifikation (laut Gast) kann das wohl kaum liegen. Als ASSL, die bereits bei diversen Radiosendern und beim TV Stimmarbeit gemacht hat würdeder Frau im vorhergehenden Beitrag, deren Stimmschluss beim Musical-Casting bemängelt wurde, einfach vorschlagen sich an verschiedenen namhaften Ausbildungsstätten bezüglich Stimmbildung zu informieren und sich von dort aus eine/n geeignete/n Therapeut/in oder Trainer/in empfehlen zu lassen. Das wäre sicherlich zielführend. Und die Stimm-Leute kenne sich zumeist untereinander und können Empfehlungen aussprechen. Schönen Gruß!


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BeitragVerfasst: Mi Dez 15, 2004 6:23 pm 
Hallo stimmig

Danke vielmal für deine empfehlung - das macht mir mut nicht gerade alles hinzuschmeissen. hatte nämlich in letzter zeit überhaupt keine lust mehr zu singen, aber das wäre ja auch schade.


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BeitragVerfasst: Mi Jan 05, 2005 10:04 am 
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Registriert: Fr Okt 15, 2004 12:01 am
Beiträge: 14
Hallo Sylvia, nein das wäre wirklich zu schade, das Singen aufzugeben. Als ich meine Ausbildung zur ASSL startete, hatte ich auch Stimmschlussprobleme und heute singe ich wirklich klasse, ohne geräuschanteil, es sei denn, ich will Geräusche produzieren. Denk an sarah Connor und Frau Catterfeld, die mit zusätzlichem Rauschen unterlegt werden. Also, Kopf hoch! Es gibt außerdem sehr hilfreiche Literatur über Stimmtraining und Stimmtherapie, mit deren Hilfe man auch schon einiges erreichen kann! Schönen Gruß!


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BeitragVerfasst: So Jan 09, 2005 8:05 pm 
Hallo
Danke für die aufmunterung - da hab ich ja topleuten was voraus :-) wäre übrigens sehr interessiert an büchertipps - habe unterdessen die adresse eines phoniaters herausbekommen und mich nächstens mal mit ihm in verbindung setzten. ciao


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BeitragVerfasst: Mo Jan 10, 2005 10:32 am 
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Registriert: Fr Okt 15, 2004 12:01 am
Beiträge: 14
Hallo Sylvia! Der Phoniater ist genau die richtige Adresse!! Vielleicht ein kleiner Tipp: Nicht jeder Phiater oder HNO-Arzt verschreibt heute automatisch Therapien, auch in Bezug auf Stimmschluss, vor allem wenn kein "wichtiger Grund" vorliegt. Ich weiß nicht, was du beruflich machst, aber die berufliche Nutzung und entsprechende Tragfähigkeit der Stimme sind Argumente, denen sich die Verordner nicht widersetzen. Vielleicht überlegst du dir vorher, was du im Fall der Nichtausstellung einer Verordnung sagen möchtest...? Bild) (Allein die Begründung, Sängerin werden zu wollen, sieht nicht jeder Phoniater als Grund, den Krankenkassen deinen Stimmschluss aus erst sekunär beruflichen gründen anzulasten) So als kleiner nett gemeinter Tipp! Schönen Gruß!!


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BeitragVerfasst: Di Jan 11, 2005 5:55 pm 
Danke. Ich bin Prim*****ullehrerin, von daher hoffe ich mal, dass das kein problem sein wird :-)


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