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 Betreff des Beitrags: Frage zum Lispeln
BeitragVerfasst: Mi Mai 25, 2005 4:43 pm 
Mein Sohn wird nächsten Monat 4 Jahre alt. Mit 3 Jahren hat er etwas gelispelt, seitdem wird es aber immer stärker. Er hat beständig beim Sprechen die Zunge zwischen Zähnen und eine entsprechend feuchte Aussprache.

Ansonsten war und ist er sprachlich seiner Zeit immer eher voraus gewesen. Alle anderen Buchstaben spricht er richtig aus und seine Grammatik ist fast perfekt.

Weil er schnarcht und große Polypen hat, waren wir im Dezember bei einem Deutschlandbesuch zum Hörtest: Alles bestens.

Was sicher eine Rolle spielt: Wir sind letzten August für 2 Jahre in die USA gezogen. Bis dahin hat er ausschließlich Deutsch gesprochen. Seit September geht er in einen amerikanischen Kindergarten und spricht mittlerweile auch schon viel Englisch.

Meine Frage: Kann ich einfach abwarten, ob das Lispeln von alleine verschwindet, oder ist eine Therapie angebracht?
Ich habe Sorge, daß er wegen seiner sehr feuchten Aussprache gehänselt wird. Und frage mich, ob die Behandlung nicht umso länger dauert, je später man damit beginnt.

Ach ja, ich erwähne es, weil ich gelesen habe, daß es eine Rolle spielt: Er wurde fast 2 Jahre gestillt und hat wenig geschnullert. Seitdem er 2,5 Jahre alt war, bekam er den Schnuller nur noch zum Mittagsschlaf, seit einigen Monaten braucht er ihn gar nicht mehr.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!!

Manuela


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Mai 27, 2005 4:34 pm 
Liebe Manuela,

Da es immer etwas schwierig ist, aus der "Ferne" zu helfen, empfehle ich dir zum Kinderarzt zu gehen. Dieser kann dir dann eine Verordnung ausstellen (z.B. nur für eine Erstuntersuchung beim Logopäden). Wenn dein Sohn vier Jahre alt ist, und das Lispeln stärker wird, "verschwindet" es meist nicht von allein. Lasst euch von einem Logopäden beraten, dort wird dein Sohn "spielerisch" untersucht, und dann wird dir der Therapeut sagen, ob eine Behandlung erforderlich ist.Ihr bekommt auch Tips und Übungen für zu Hause.
Was auf jedenfall immer wichtig ist, sind Übungen zur Stärkung der Mundmuskulatur: Macht zusammen Pustespiele (mit Seifenblasen, Watte, Flöten usw.), schneidet Grimassen vor dem Spiegel (Zunge zur Nase und zum Kinn strecken, Küsschen- oder Lachmund, Lippen ablecken, Schnalzen) usw.

Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter!


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BeitragVerfasst: Mi Jun 01, 2005 3:16 pm 
Hallo Manuela,
ich schließe mich der Meinung von AM an, und würde nur noch ergänzend hinzufügen:
Puste-Spiele mit Strohhalm.
Beim Pusten mit Strohhalm ist die Zunge nicht geneigt, zwischen die Zähne zu wollen.
Ihr könnt z.B. mit einem Wattebausch Tischfussball spielen oder ein Pustebild herstellen, indem ihr einen Farbklecks breitpustet. Lass deiner Fantasie freien Lauf beim Erfinden neuer Pustespiele...
Herzliche Grüße
Cathleen


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Jul 23, 2005 5:47 pm 
Vielen Dank für Eure Antworten!

Ich war mit ihm beim KiA und bin an eine Institution weiterverwiesen worden, die ihn nun 'untersuchen' werden und dann evt. eine Therapie vorschlagen und durchführen.

Was mir leider nicht geglückt ist, ist einen deutschen Logopäden hier ausfindig zu machen. Dabei wäre das sicher 10 mal besser für ihn, vor allem wegen der Sprachbarriere.

Naja, wir werden sehen, was die Untersuchung zeigt und was sie uns vorschlagen zu tun.


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BeitragVerfasst: Do Jul 28, 2005 11:48 pm 
Zum Lispeln lässt sssich außer der Hänselei noch anfügen, daß diese Zungelnlage vor den Zähnen uach die Zähne verschiebt, womit später evt. eine Klammer notwendig wird. Es ist also kein rein kosmetisches Problem, sondern frühe Hilfen vermeiden vielleicht spätere Zahnfehlstellungen("Hasenzähne").
Im Englischen gibt es einen Laut, wo die Zunge eine vor-Dem Zahn-Position haben muß - was die Deutschen Zischlaute betrifft aber eben hinter den Zähnen.
Zur sprachförderung in Deutsch: Im Alltag kannst Du ja Deine Sprache mit ihm verwenden, acuh Lieder singen, Reimspiele , Fingerspiele u.s.w. gehen spielerisch mit Sprache um.
Mein Hintergrund ist ebenfalls Deutsch-Englisch, ich arbeite in Deutschland als Sprachtherapeutin,und Du kannst mir gerne schreiben: serrami@arcor.de
Viel Spaß mit dem Racker!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Jul 28, 2005 11:50 pm 
Zum Lispeln lässt sssich außer der Hänselei noch anfügen, daß diese Zungelnlage vor den Zähnen uach die Zähne verschiebt, womit später evt. eine Klammer notwendig wird. Es ist also kein rein kosmetisches Problem, sondern frühe Hilfen vermeiden vielleicht spätere Zahnfehlstellungen("Hasenzähne").
Im Englischen gibt es einen Laut, wo die Zunge eine vor-Dem Zahn-Position haben muß - was die Deutschen Zischlaute betrifft aber eben hinter den Zähnen.
Zur sprachförderung in Deutsch: Im Alltag kannst Du ja Deine Sprache mit ihm verwenden, acuh Lieder singen, Reimspiele , Fingerspiele u.s.w. gehen spielerisch mit Sprache um.
Mein Hintergrund ist ebenfalls Deutsch-Englisch, ich arbeite in Deutschland als Sprachtherapeutin,und Du kannst mir gerne schreiben: serrami@arcor.de
Viel Spaß mit dem Racker!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Jul 28, 2005 11:54 pm 
Habe erst jetzt den Hinweis Polypen entdeckt.
BEobachte mal ob Dein Junge meistens den Mund offen hat weil er sich zum Atmen so behilft. Sollte das der Fall sein spürt er bei dieser Haltung wenig von der natürlichen Zahn-Grenze, die Zunge liegt evt. unten. Der Mundschluß ist mit Voraussetzung für die Zungenruhelage oben am Gaumen.
Sollten die Polypen weiter wuchern gibt es zwei Möglichkeiten :
Entweder operieren oder
Versiuh mit eienr ziemlich braunen und nicht angenehmschmeckenden Flüssigkeit als Nasentropfen die Polypen zu schrumpfen.
Solltest Du am Rezept interessiert sein, bitte bei serrami@arcor melden


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 Betreff des Beitrags: Facharbeit
BeitragVerfasst: Sa Feb 21, 2009 4:45 pm 
Offline

Registriert: Sa Feb 07, 2009 5:46 pm
Beiträge: 2
Hallo,
Ich bin Lena, Schülerin der Stufe 12 und ich schreibe eine Facharbeit zum Thema Sprachstörungen. Wäre vielleicht jemand bereit, mir etwas darüber zu erzählen oder ein paar Fragen zu beantworten?
lg, Lena


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