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BeitragVerfasst: Mo Sep 22, 2003 8:46 pm 
Hallo ans Forum!

heute schreibe ich stellvertretend für eine Freundin, die wirklich große Schwierigkeiten hat.

Ganz kurz zu ihrer Geschichte: sie ist 35 Jahre alt und von Geburt an hochgradig sehbehindert (hat aber im Laufe ihres Lebens ihren Sehrest verloren, sodaß sie jetzt fast nur noch hell und dunkel sehen kann). Außerdem ist sie seit Jahren Stotterin (nun bin ich ja nicht "vom Fach", aber vornehmlich äußert sich das bei ihr, indem sie an Silben hängenbleibt und mehrmals ansetzen muß, um das betreffende Wort zuende zu bringen. Diese Unfähigkeit, Wörter zuendezubringen, brachte sie manchmal soweit, daß sie völlig verunsichert und verkrampft war.

Sie hat viel unternommen, um dieses Stotterns Herr zu werden - durchaus mit gutem Erfolg. Sie hat Einzel-Logopädie-Sitzungen gehabt, Gruppensitzungen, Psychotherapie sollte ihr helfen, negative Erfahrungen zu verarbeiten, die sicher Anteil an ihrem Leiden haben. Sie hat ihre Situation so gut bewältigt, daß sie nun nicht mehr ganz so leicht aus der Ruhe zu bringen ist. Sie äußert nun sehr genau, wenn etwas sie in der Kommunikation mit Anderen stört. Mein Eindruck: sie spricht absolut prima - na gut, sie bleibt manchmal an Wörtern hängen, aber mich stört das gar nicht. Ihre Art, zu erzählen und auch ihr gesamter Charakter ist sehr angenehm! Und genau darum will ich ihr auch helfen mit diesem Beitrag, in der Hoffnung, daß einer uns Rat gibt.

Sie ist als Schreibkraft tätig und nun befindet sie sich seit einigen Monaten in einer Fortbildung. (Am Ort der Fortbildung ist sie auch in einem Appartment untergebracht, also ca. 400 KM von der gewohnten Umgebung entfernt). Leider kommt zu ihrer Blindheit noch ein leichter Hörverlust auf einem Ohr, sodaß sie hauptsächlich dann Probleme bekommt, wenn sie mitten in einer Gesellschaft ist, sich mit unterhalten will und weder im Stande ist, einem Gesprächspartner ausdauernd Aufmerksamkeit zu schenken, noch kann sie sich so in das Gruppengespräch einbringen, wie sie es sich wünscht. Sie geht unter - wird wütend, daß sie sich nicht nach Belieben mit unterhalten kann und gerät wieder verstärkt ins Stottern, was ihr natürlich den Weg in die Gemeinschaftliche Kommunikation versperrt. So geht es ihr auf Partys und so geht es ihr in ihrer augenblicklichen Lerngruppe.

Ihre Wut über diesen Zustand macht sie häufig unruhig und sie leidet sehr darunter. Eine ganz gewöhnliche Sache, wie ihre "Klassenkameradin" herbeizurufen, die am anderen Ende des Saals ist, bedeutet für sie echter Stress, von dem sie nicht weis, wie sie ihn bewältigen soll.

Tischgespräche in der Mensa werden zum Albtraum. Hinzu kommt der Verlust von Mobilität und Selbständigkeit (durch die Blindheit).

Bitte meldet Euch, wenn Ihr Rat habt, sie muß dort nämlich noch einige Zeit aushalten!!!

Vielen Dank im Voraus an die Helfer

Eure Nina


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