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 Betreff des Beitrags: Nebentätigkeit auf Honorarbasis
BeitragVerfasst: Sa Apr 27, 2002 1:48 pm 
Ich bin Berufsanfängerin und arbeite momentan als Teilzeitkraft (25 Std.). Nun wurde mir angeboten, zusätzlich auf Honorarbasis in einer Praxis zu arbeiten.
Kann mir jemand beantworten, wieviel pro Stunde bezahlt wird?
Außerdem interessiert mich ob ich eine zweite Steuerkarte brauche (Steuerklasse 6) oder ob es noch eine andere Möglichkeit gibt!?
Wie man sieht... ich habe keine Ahnung! Ich würde mich also über eine Antwort sehr freuen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Apr 28, 2002 8:59 pm 
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Registriert: So Jan 13, 2002 1:01 am
Beiträge: 31
Wohnort: D-55543 Bad Kreuznach
Hallo Anna!

Meistens bekommen Honorarkräfte so um die 15-17 Euro für eine 45-minütige Therapieeinheit. Dies kann aber von Praxis zu Praxis erheblich variieren. Ich vermute auch, dass Sie diese Einnahmen versteuern müssen. Es mag aber sein, dass dies auch von dem Umfang Ihrer Nebentätigkeit abhängig ist. Fragen Sie doch bei Unklarheiten nochmal in Ihrem Finanzamt nach, dort ist man verpflichtet, sie "aufzuklären".

Viel Erolg!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Apr 30, 2002 1:30 pm 
> auf Honorarbasis in einer Praxis zu
> arbeiten. [...] ob ich eine zweite
> Steuerkarte brauche

Das Wort "Honorarbasis" kommt in keinem Gesetz vor. Wer mit dieser Art Arbeit Geld verdient, ist immer entweder ein Arbeitnehmer oder ein selbständiger Unternehmer. Aber immer bezogen auf die jeweilige Tätigkeit - man kann also durchaus gleichzeitig hier Arbeitnehmer und dort Unternehmer sein, auch mehrfach.

Ein Unternehmer hat keine Steuerkarte und keine Abzüge (wenn der Klempner kommt, zahlt man ihm ja auch die volle Rechnung), schuldet aber pro Jahr Einkommenssteuer in praktisch derselben Höhe wie ein Arbeitnehmer. Und: Er muss seine Unternehmertätigkeit dafür freiwillig und sofort beim Finanzamt melden!

Man muss als Unternehmer ohne Angestellte nur aufpassen, dass einen ein Sozialversicherungsträger nicht als Scheinselbständigen oder als Arbeitnehmerähnlichen Selbständigen einstuft, dann gibt es nämlich böse Überraschungen wegen der Sozialversicherung.

Wenn jemand in einer fremden Praxis zu ihm vorgeschriebenen Arbeitszeiten ihm vorgeschriebene Patienten in nicht völlig eigener Fachverantwortung behandelt, dann gilt er normalerweise als Arbeitnehmer. Wie er oder sein Auftraggeber ihn nennen, spielt überhaupt keine Rolle. Vielerorts wird das Wort "Honorartätigkeit" von Arbeitgebern als Alibi dafür benutzt, weder Steuern noch Sozialabgaben abzuführen, noch für Krankheit und Urlaub zu zahlen. Davor kann man nur warnen - und betrügerisch ist es natürlich auch.


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