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BeitragVerfasst: Di Feb 13, 2007 12:35 pm 
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Registriert: Mo Jan 22, 2007 12:45 pm
Beiträge: 1
Hallo!

Ich hoffe, dass mir hier im Forum jemand weiterhelfen kann:

Ich studiere Erziehungswissenschaft, Sprechwissenschaft/Phonetik und Psychologie und schreibe demnächst meine Magisterarbeit.
Das Thema wird sein:

"Folgen nicht therapierter Sprech-und Sprachstörungen auf die Entwicklung von Kindern".

Allerdings finde ich nur sehr wenig Literatur zu diesem Thema. Kann mir jemand helfen?

Danke!


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BeitragVerfasst: Mi Feb 21, 2007 1:18 am 
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Registriert: Do Aug 17, 2006 8:46 pm
Beiträge: 115
Wohnort: Pfaffenhofen
Auch Hochschullehrer sollten doch Lehrer im Sinne des Wortes sein.
Lerner werde ich dadurch, dass mich "eine Fährte des Lebens" fasziniert und ich ihr folge. Wenn das ausstrahlt und mir andere folgen wollen beim Verfolgen meiner "heißen Spur des Lebens", dann macht mich das zum Lehrer.
Wenn ich also so eine Arbeit zu so einem Thema vergeben würde, dann nur, weil mich dieses Thema selber so fasziniert, dass ich a) andere damit begeistern kann und b) weil ich es allein nicht schaffe, all das Interessante zu bearbeiten.
Eine Arbeit zu vergeben, zu der ich selber keinen Bezug habe, würde ich mich zu Tode schämen, weil meine Schüler durch diese Arbeit nur lernen würden, Arbeiten zu tun, zu denen man keinen Bezug hat. Das Ergebnis ist, dass dieser Schüler, wenn er auf diesem toten Weg selber Lehrer geworden ist, seine SAchüler wiederum lehrt, Dinge zu tun, zu denen man keinen Bezug hat. Davon haben wir schon mehr als genug.
Dann kommt es auch zu solch am Leben vorbeigehenden Themen, wie dem, das Du bearbeiten sollst.
Sprech- und Sprachstörungen zu therapieren ist ist schlicht ein Kunstfehler. Therapieren kommt von griech. "therapeuein" und das heißt "pflegen, verehren". Gepflegt darf auf keinen Fall die Störung werden, sonst wird sie ja noch größer. Gepflegt müssen endlich die Sprech- und Sprachtalente werden.
In der Praxis kannst Du beobachten, wie die Sprechprobleme und Sprachprobleme ZUNEHMEN, wenn man sie therapiert - und das geschieht häufig. Die Folge ist nicht ENTwicklung von Kindern sondern eine Zunahme von VERwicklungen.
Therapeia braucht die Seele, die Psyche der Kinder. Oft wäre es schon Therapeia genug, wenn man die pädagogischen Versuche, mit denen es nicht klappt und bei denen Problemzunahme beobachtet werden kann, nicht fortsetzt und sogar noch intensiviert. Sprach- und Sprechprobleme haben mehr als auffällig viel mit (un-)pädagoischen Miss-Handlungen zu tun.
Sprach- und Sprechprobleme haben auch auffällig viel mit der Sorgfalt zu tun, mit der Therapeuten arbeiten, und da kann ich nur - angesichts der Formulierung Deines Themas - sagen: sie merken noch nicht einmal, dass sie sich ihre Aufgaben so stellen, dass sie gar nicht lösbar sind.
Die reale Aufgabe, die auch den Lösungsweg vorzeichnet, hieße: "Die Folgen nicht therapierter Sprech- und Sprachbegabung bei Störungen derselben." Vielleicht kannst Du es dem Aufgabensteller so darbieten, dass er meint, er sei selber draufgekommen? Dann fasziniert ihn die Sache vielleicht doch noch. Mich fasziniert es jedenfalls schon wieder.
Bücher über das Problem weiß ich auch keine, zur Lösung würde ich die Nase u.a. in Richter/Neffe/Ritter´s Befreiung von Stottern durch Autosuggestion stecken, aber da steht nix speziell über Kinder.
Wenn die Sprachheilpädagogik seit meinem Studienabschluss eine Wissenschaft geworden ist, dann müsste sie doch auch wenigstens ein paar faszierende Beispiele von Problemlösung in jedem Bereich verkünden können. Ich meine, bei den großen Nöten - schau bloß wieviele Menschen ihr ganzes Leben lang z.B. an Stottern leiden - da sollte es doch selbstverständlich die Grundlage jederv wissenschaftlichen Arbeit sein, dass irgendjemand einen konkreten Nutzen daraus hat.
So, jetzt hast Du von mir womöglich gar nicht die Hilfe bekommen, die Du möchtest. Vielleicht nützt es Dir doch ein wenig. Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe


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